20 Feuerwehr-Dienstleistende absolvierten den Aufbaulehrgang bei schwierigen Bedingungen
Bei Einsätzen in absturzgefährdeten Bereichen wie Gebäudedächern oder in steilem Gelände ist eine ausreichende Eigensicherung der Feuerwehr-Einsatzkräfte lebenswichtig. Darum wirbt der Feuerwehrkreisverband regelmäßig, Lehrgänge zur Absturzsicherung, als Grund- und als Aufbauausbildung zu belegen. Heuer war die Beteiligung erfreulich gut. Fast doppelt so viele Kameraden wie 2024 hatten sich angemeldet. Gastgeber war wie schon in den letzten Jahren die Freiwillige Feuerwehr Lam. Lehrgangsleiter Matthias Börmel begrüßte die Teilnehmer am Samstagnachmittag zum Abschluss mit Übergabe der Lehrgangszeugnisse im Gerätehaus und ließ die beiden Tage noch einmal kurz Revue passieren. Der Freitag gehörte im wesentlichen der Wiederholung von theoretischen Grundlagen. Zu den Bestandteilen des Aufbaulehrganges zählten Halten und Rückhalten, Selbstrettung, Auffangen, Begriff und Entstehung eines Hängetraumas, sowie Einsatzgrenzen. An zwei Stationen standen vor allem noch einmal intensiv die Knotenkunde und das Sichern auf Dächern auf dem Ausbildungsplan. Am Samstag folgte dann das Praxismodul. Den waagerechten Vorstieg übte die Gruppe am Bauernhof von Josef Foidl ebenso wie die Kranrettung. Aufgrund des Regens war man vom Sägewerk zum Bauernhof ausgewichen. Am Sattel fanden die Teilnehmer schwierige Bedingungen vor. Nebel und Nässe sorgten für glatten Untergrund und herausfordernde Bedingungen. Hier standen Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände auf dem Programm.
Cheforganisator Börmel dankte den Teilnehmern, dass sie sich die Zeit genommen haben. Ein weiterer Dank ging an die Gastgeber und in erster Linie an alle Ausbilder. „Ohne euch wäre ich nichts“, war ihm bewusst. Er bat die Feuerwehrdienstleistenden um Rückmeldung, um die Ausbildung weiter optimieren zu können. „Wenn wir auf unsere Feuerwehrler schauen, dann ist das eine Macht“, stellte Bürgermeister Paul Roßberger nicht ohne Stolz fest. Er dankte allen Beteiligten, die sich wieder Zeit im Sinne der Allgemeinheit genommen haben. Es war ihm bewusst, was die Feuerwehren rund um die Uhr das ganze Jahr für die Sicherheit der Bevölkerung leisten. Er betonte die Bedeutung des Trainings und der Ausbildung, damit alle im Ernstfall wieder gesund vom Einsatz zurückkommen. Sein Dank galt Matthias Börmel und dem Ausbilderteam. Die Gemeinde stelle natürlich die Räumlichkeiten gerne zur Verfügung.
KBM Konrad Kellner gratulierte zum bestandenen Lehrgang. Die Herausforderung sei natürlich die Technik insgesamt, doch am Samstag habe das Wetter noch sein Scherflein beigetragen. „Ihr habt heute bewiesen, dass ihr bei jedem Wetter die Leistung bringen könnt“, so Kellner. Es zeige sich, dass das Thema Absturzsicherung bei Einsätzen immer mehr Bedeutung bekomme. Die Teilnehmer haben in den vergangenen zwei Tagen ein Update zum Grundlehrgang bekommen. Sie sind nun die Ansprechpartner in Sachen Absturzsicherung in ihrem Heimatwehren. „Ihr seid jetzt fit, aber wer rastet, der rostet. Bleibt dran, nutzt euren Gerätesatz regelmäßig und übt damit“, gab er den Kameraden mit auf den Weg. Sie seien nun die Multiplikatoren, die Werbung für den Lehrgang in ihrem Bereich machen sollten. Gemeinsam mit Lehrgangsleiter Matthias Börmel und Bürgermeister Paul Roßberger überreichte er anschließend die Zeugnisse. Mit einem gemeinsamen Imbiss beendeten die Kameraden den Lehrgang.
Bericht und Bild dankenswerterweise von Frau Astrid Fischer-Stahl